Donnerstag, 4. April 2024

4.4.2024 - Porto 2. Tag - viel Kultur

Auch heute lernen wir sehr viel über die Kultur Portugals, besonders über die Kultur des Portweins. PROST. Die Gärung des Weins wird durch Zugabe von hochprozentigem Alkohol gestoppt, so sorgt der nicht vergorene Zucker für die Süße des Portweins. So hat der Portwein dann um 20 % Alkohol, statt nur 13-14% bei normalem Wein.

Am Südufer des Douro liegen die diversen, oft sogar sehr bekannten Portwein Produzenten. Auch einige mit deutschen Wurzeln sind dabei. KOPKE stammt aus einer Hamburger Familie und BURMESTER kam 1750 aus einer kleinen Stadt in Schleswig-Holstein: MÖLLN. 

Diese Verbundenheit mussten wir natürlich untersuchen und die Weine ausgiebig kosten und kaufen (Foto 2). Wir schlendern auf der Südseite herum und entdecken das WOW - World Of Wein. Über diverse Etagen wurden die in den Hang gebauten alten Lagerhallen in eine Luxus-Erlebniswelt umgebaut (Foto 3). … und natürlich kann man auch viele Portweine testen, unter anderem bei Taylor mit einem Nata mit Schoko-Füllung (Foto 5). Foto 4 zeigt nicht die Garderobe, sondern ein Kunstwerk. Mantel, Hut und Schirm sind aus Holz geschnitzt.

Aber auch die Nordseite erkunden wir noch mal und laufen wieder viel auf und ab. 15.000 Schritte und 45 Etagen … der Alkohol muss ja auch verarbeitet werden ;-)













Mittwoch, 3. April 2024

3.4.2024 - Störche und Porto

An der Küste Portugals haben wir schon sehr viele Störche gesehen. Heute war aber eine gute Haltemöglichkeit vorhanden und so habe ich schnell die große Kamera rausgeholt. Ein paar Bilder schaffen es auch in den heutigen Blog (Foto 2-7).

Unser Campingplatz liegt direkt an der Küste und wir können mit dem Rad nach Porto (Foto 1) reinfahren. Eine tolle Route, erst am Atlantik entlang und dann ein Stück den Fluß Douro hinauf. Schwupp, sind wir mitten in Porto.

Porto ist recht hügelig und so geht es immer auf und ab. In der Summe kommen wir auf 12.000 Schritte. Aber das Wichtigste: ES SCHEINT DIE SONNE.

Es gibt viele schön zurechtgemachte Häuser (Foto 8), aber auch sehr viele recht verfallene Immobilien. Es erinnert uns etwas an Lissabon vor gut 10 Jahren. Also gibt es Hoffnung. Der Bahnhof ist ein Schmuckstück und sehr sehenswert (Foto 9).

Natürlich beschäftigen wir uns auch mit dem Thema Portwein. Wir wollen die Kultur der Stadt ja kennenlernen. Meistens schmeckt uns der 10-Jährige am besten. 

















Dienstag, 2. April 2024

2.4.2024 - Monsterwellen (fallen aus) - Batalha - Aveiro

Der heutige Tag sollte mit Monsterwellen starten. Nördlich von Nazaré gibt es bis zu 30 Meter hohe Wellen, aber für heute sind nur Wellen mit der Höhe von bis 2,80 Meter angesagt. Der Wind kommt aus der falschen Richtung. Also fällt dieser Tagesordnungspunkt aus. Außerdem hatten wir ja auch schon sehr schöne Wellen gehabt.

Nahe an unserem Übernachtungsort gibt es auch eine Porzellanfabrik, die wir mal ansteuern. … und prompt landen 6 Teller und 4 Tassen im Bauch unseres WoMo.

Den weiteren Tagesverlauf bestimmt das Regenradar. Es regnet den ganzen Tag, einige Sunden nur leicht und einige Minuten ist es sogar trocken. Eine Regenpause nutzen wir in Batalha, um vom Parkplatz zum Kloster zu kommen (roter Punkt auf Foto 14). Im Jahre 1385 war hier die bedeutende Schlacht, in der die Portugiesen die Spanier vernichtend schlagen und den Krieg beenden konnten. An dieser Stelle ließ der portugiesische König dann das gigantische Kloster „Santa Maria da Vitoria“ bauen. Durch die vielen Handwerker und Arbeitskräfte entstand erst der Ort Batalha, was übersetzt „Schlacht“ bedeutet. Bis 1557 wurde aktiv gebaut, aber wirklich vollendet wurde das Bauwerk nicht (Foto 9 / ist nach oben noch offen). In der Kapelle sind viele Könige und ihre Nachkommen begraben. Der Bekannteste ist wohl Heinrich der Seefahrer (1394-1460). Die Kirche ist 80 Meter lang und das Mittelschiff 32,5 Meter hoch (Foto 2).

Die Steinmetz Arbeiten sind besonders grazil und die eine Kapelle mit 19 x 19 Meter mit freitragender Decke galt zu der Zeit als ummöglich zu bauen (Foto 5).

Dann geht es weiter nach Norden in das Örtchen Aveiro, das auch Venedig Portugals genannt wird. Von hier ist es dann nur noch ein Katzensprung bis nach Porto, das wir morgen ansteuern wollen, denn das Regenradar sagt: In Porto ist es die nächsten 2 Tage trocken. Mal sehen.


















Montag, 1. April 2024

1.4.2024 - Mafra und Alcobaca

April, April … der letzte Blog-Post war natürlich ein Aprilscherz ;-).   Wir haben zwar nur 16 Grad und es gibt gelegentlich einen Schauer, aber den Wintereinbruch gibt es hier nicht.

Wir verlassen Lissabon und fahren gen Norden. Erste Station ist der Prachtpalast mit barocker Basilika und Kloster in Mafra (Foto 1). Es gehört erst seit 2019 zum UNESCO Weltkulturerbe. 1200 Räume auf 40.000 qm Fläche. Sehr fortschrittlich für die damalige Zeit war das Krankenhaus (Foto 2) innerhalb der Anlage. Herausragend auch die Bibliothek (Foto 6+7), in die viele Bücher aus der Vatikan-Bibliothek in Rom ausgelagert wurden, da sie religiös umstritten waren. Aber so blieben sie immerhin erhalten und wurden nicht verbrannt. Heute beinhaltet diese Einsaal-Bibliothek 36.000 teils äußerst wertvolle Bücher aus dem 14. - 16. Jahrhundert. Ein echter Hingucker ist das Zimmer mit den Möbeln aus Geweihen (Foto 7), das hatte ich bisher noch nie gesehen. Die gesamte Anlage wirkte etwas heruntergekommen. Hoffentlich helfen die UNESCO-Gelder bei der Restaurierung.

Dann ging´s weiter nach Alcobaca, wo das schöne Kloster Mosteiro Santa Maria de Alcobaca auf uns wartete. 1178 wurde mit dem Bau begonnen, erst 1223 zogen die ersten Mönche ein. Die Klosterküche hatte eine Feuerstelle auf der 2 Ochsen gleichzeitig gegrillt werden konnten. Sehr sehenswerte Anlage.  




















1.4.2024 - Unwetter in Lissabon

Nach dem Regen der letzten Tage zog nun ein Unwetter über Portugal. Sogar in Lissabon hat es Schnee gegeben. Wir werden Portugal schnell verlassen und in den wärmeren Süden Spaniens fahren. Wir halten euch auf dem Laufenden.