Sonntag, 27. September 2026

26.+27.9.26 - Brehec und Paimpol - Bretronische Küste pur

Gestern haben wir die Räder wieder rausgeholt und sind entlang der Bretonischen Küste zu einzelnen Aussichtspunkten gefahren. Immer wieder schöne Aussichten und eine recht hügelige Tour. Wir sind auch runter zum Strand von Brehec gefahren und sind den langen, sandigen Strand entlang gewandert. Dabei haben wir Muschelschalen gesammelt. Ganz viele! Das Foto zeigt eine leere Jakobsmuschel. Da der Stellplatz echt genial lag, auf einer hohen Klippe mit toller Aussicht, war der Weg zurück echt steil. 18% Steigung ist auch mit Motor anstrengend.

Walter, auch Camper, hat im Gegensatz zu mir eine funktionierende Drohne und mir das Foto mit Blick von oben überlassen. Vielen Dank!

Heute wechseln wir den Stellplatz, fahren aber nicht so weit. Gut 10 km bis Paimpol, aber das Wetter soll heute regnerisch werden und dann ist ein Spaziergang im Ort besser. Aus dem Spaziergang wird dann doch mehr, weil sich der Regen verspätet und so kommen wir auch heute noch auf 10.000 Schritte. Diese führen durch Paimpol, entlang der Küste und bis zur Abtei von Beauport. 

Als wir dann wieder bei Henry sind, kommt auch der Regen. Gutes Timing ;-)

Video-Telefonate mit Kindern und Enkeln runden den Tag ab.


Blick von unserem Stellplatz



Strand mit vielen Muscheln



Paimpol


Großes Seewasser-Schwimmbecken, 2 x täglich frisches Wasser

Abtei von Beauport







Freitag, 25. September 2026

24.+25.9.26 - Saint Malo und Dinard - Dinan

Gestern haben wir den Tag in Saint Malo und Dinard verbracht. Die Orte liegen auf den gegenüberliegenden Seite der großen Flussmündung der La Rance. Die Orte sind sehr unterschiedlich und beide sehenswert.

Saint Malo hat eine umlaufende Festungsmauer mit einem gut restaurierten Stadtkern. Vorgelagerte Inseln mit Wehranlagen runden das Bild ab. Das Seewasser-Schwimmbecken mit 3-Meter-Sprungbrett (Foto 4 und 9) ist ein besonderer Hingucker.

Mit einer kleinen Fähre, die im 20 Minutentakt pendelt, setzen wir nach Dinard über. Hier dominieren die Villen entlang der Küste. Wir laufen den Küsten-Wanderweg, der sehr schön in die Klippen eingebettet ist, entlang … ein Genuss, den wir auch schon 2022 sehr zu schätzen wussten. 

Das Wetter ist der Hammer (25 Grad und fast wolkenlos) und viele Leute nutzen die vielen Strände zum Baden. Auch das Seewasser-Schwimmbecken hat frisches Wasser bekommen … nur noch der 3-Meter.Turm schaut aus dem Wasser.

Wir überlegen, ob wir auch noch baden gehen sollen … beschließen dann aber morgen einen Strandtag einzulegen. Noch ist das Wetter super angesagt.

Heute dann die kleine Enttäuschung. Es ist recht kühl und die Sonne von dicken Schleierwolken verdeckt. Wir streichen den geplanten Strandtag und fahren stattdessen nach Dinan. Ein großer, kostenloser Stellplatz am Fluss La Rance ist unsere Wahl. Zuerst steigen wir den Wanderpfad zur Stadt und Burg hinauf, erkunden die Stadt mit den vielen alten Fachwerkhäusern (im Krieg wurde diese Stadt nur wenig zerstört) und finden ein tolles Restaurant mit leckeren Fleischspießen. Sie schmeckten so, wie sie aussahen … toll.

Inzwischen war das Wetter wieder super und sonnig und so setzen wir uns in einen Pub und haben uns ein Bierchen gegönnt. Für den Rückweg zu Henry nutzen wir die steile Gasse zum Hafen der Stadt. Auch hier stehen viele Fachwerkhäuser.

Auf der Hafenmauer von Saint Malo






Seewasser-Schwimmbecken bei Ebbe




Seewasser-Schwimmbecken bei Flut (nur noch der Turm)

Dinan-Port (unten am Fluß)



Mega lecker, Lamm Spieß






Unsere Bar für ein Bierchen














Mittwoch, 23. September 2026

23.9.26 - vom Mont Saint Michel über Vivier-sur-Mer nach Cancale

Es ist gar kein richtiger Abschied vom Mont Saint Michel, da wir den Klosterberg noch den ganzen Tag in der Ferne sehen können. Das ist echt schön. Das Foto zeigt unseren Henry mit Blick auf den Klosterberg.

Unsere erste Station geht ganz weit in die Vergangenheit zurück. Um 5.000 vor Chr. haben die Menschen hier riesige Steine, Menhire, aufgestellt. Beim Anblick ist man sofort bei Obelix und seinem Hinkelstein. Forscher und Historiker können sich noch keinen Reim drauf machen, warum diese Steine damals aufgestellt wurden. Dieser Menhire auf dem Bild ragt 8,70 Meter aus der Erde und ist ganz schön beeindruckend.

Es ist noch vor 12 Uhr, aber wir halten trotzdem beim Fischrestaurant in Vivier-sur-Mer an, um Austern und Muscheln zu essen. Es ist eine Empfehlung und es hat sich gelohnt. Von unserem kleinen Tisch können wir die Austernbänke sehen und auch die vielen Trecker, die voll beladen mit Austernsäcken davon fahren. 

Unser heutiges Ziel ist Cancale, auch ein Austern Hot-Spot. Über 5.000 Tonnen Austern sollen jährlich aus der Bucht geholt werden. Gleich nebenan in der Bucht von Mont Saint Michel sollen es weitere. 1.000 Tonnen sein. Eine ausgewachsene Auster filtert pro Stunde 2,5 Liter Wasser. Cancale hat immerhin eine Fläche von 340 ha mit Austernbänken. Da gerade Niedrigwasser ist, können wir sogar dicht an die Austernbänke mit den Säcken in den Gestellen gehen. Etwas matschig, aber interessant.

Dann geht es endlich auf die Wanderung zur Nordspitze der Halbinsel, Genau dort beginnt ein Abschnitt des Zöllner-Pfads, der 2.000 km entlang der Bretonischen Küste führt und die Bretagne umrundet. Wir wandern aber nur 10 km ;-)








Das sind keine Kieselsteine, sondern Austernschalen

Foto 9




Auf Foto 9 ist der gleiche Ausschnitt zu sehen, aber bei Ebbe mit den Austernbänken

Es ist üblich, dass die Schalen der verzehrten Austern wieder an den Strand geworfen werden. Es ist gut zu erkennen, dass das Geschäft mit Austern hier floriert.