Dieser Tempel stand gar nicht auf unserem Programm, aber Guide Tanja empfahl uns einen kurzen Abstecher, da sie schon mal da war. Schon 1-2 km davor beginnt eine riesige Baustelle, hier muss was ganz großes entstehen. Ca. 10% der Anlage scheinen fertig zu sein. Ein Gebäude könnte auch ein Fußballstadion werden, so groß ist es angelegt. Aber dann kommen wir zum Gebäude, das schon fertig ist … und sind von den Socken. Aus einem gewaltigen Baumstamm wurde eine Figur mit tausend Armen gemacht. Zu 4 Seiten gleichmäßig aufgebaut. Auch hier sollen die Bilder für sich sprechen.
Weiter geht es mit einer Fahrt im Speedboot über den Kwai Fluß. Je dichter man der Brücke am Kwai kommt, desto mehr Unterkünfte direkt am Fluß oder auf dem Fluß werden sichtbar. Auch können wir immer wieder Tiere sehen und fotografieren. Für einen gut einen Meter großen Lizard, der im Fluß schwamm, war ich leider mit der Kamera zu langsam.
Dann besichtigen wir das Museum am Hellfire Pass und schreiten auch durch diesen historischen Ort. Ausgelöst durch eine Seeblockade im 2. Weltkrieg mit U-Booten waren die japanischen Streitkräfte im Burma (heutiges Myanmar) vom Nachschub abgeschnitten. So musste in Rekordzeit eine Bahnstrecke von Thailand nach Burma gebaut werden. Die Japaner brachten neben rd. 200.000 Zwangsarbeitern noch ca. 60.000 Kriegsgefangene aus der Region (auch sehr viele Engländer, Australier, Amerikaner und Niederländer) nach Thailand und ließen sie die Eisenbahnlinie bauen. Unter wohl unmenschlichen Zuständen, mit bis zu 18 Stunden Arbeit am Tag, bei Hitze und Regen und schlechter Verpflegung kamen sehr viele ums Leben. Die Überlebenden prägten die Namen „Hellfire-Pass“. Mit Hammer und Meißel trieben sie Löcher in den harten Fels, um Sprengladungen zu setzen. Das Museum wurde von der Australischen Regierung für die Angehörigen der verstorbenen Australien gebaut. Sehr sehenswert.
Die Brücke am Kwai ist natürlich sehr touristisch, aber es fährt 6 x täglich ein Zug darüber, den haben wir gestern ja schon auf der Strecke gesehen. Auch wir gehen einmal über die Brücke und schießen ein paar Selfies. Man muss einfach mal da gewesen sein.
Das Abendessen in unseren Nobelhotel war auch wieder spitze.