Mittwoch, 23. September 2026

23.9.26 - vom Mont Saint Michel über Vivier-sur-Mer nach Cancale

Es ist gar kein richtiger Abschied vom Mont Saint Michel, da wir den Klosterberg noch den ganzen Tag in der Ferne sehen können. Das ist echt schön. Das Foto zeigt unseren Henry mit Blick auf den Klosterberg.

Unsere erste Station geht ganz weit in die Vergangenheit zurück. Um 5.000 vor Chr. haben die Menschen hier riesige Steine, Menhire, aufgestellt. Beim Anblick ist man sofort bei Obelix und seinem Hinkelstein. Forscher und Historiker können sich noch keinen Reim drauf machen, warum diese Steine damals aufgestellt wurden. Dieser Menhire auf dem Bild ragt 8,70 Meter aus der Erde und ist ganz schön beeindruckend.

Es ist noch vor 12 Uhr, aber wir halten trotzdem beim Fischrestaurant in Vivier-sur-Mer an, um Austern und Muscheln zu essen. Es ist eine Empfehlung und es hat sich gelohnt. Von unserem kleinen Tisch können wir die Austernbänke sehen und auch die vielen Trecker, die voll beladen mit Austernsäcken davon fahren. 

Unser heutiges Ziel ist Cancale, auch ein Austern Hot-Spot. Über 5.000 Tonnen Austern sollen jährlich aus der Bucht geholt werden. Gleich nebenan in der Bucht von Mont Saint Michel sollen es weitere. 1.000 Tonnen sein. Eine ausgewachsene Auster filtert pro Stunde 2,5 Liter Wasser. Cancale hat immerhin eine Fläche von 340 ha mit Austernbänken. Da gerade Niedrigwasser ist, können wir sogar dicht an die Austernbänke mit den Säcken in den Gestellen gehen. Etwas matschig, aber interessant.

Dann geht es endlich auf die Wanderung zur Nordspitze der Halbinsel, Genau dort beginnt ein Abschnitt des Zöllner-Pfads, der 2.000 km entlang der Bretonischen Küste führt und die Bretagne umrundet. Wir wandern aber nur 10 km ;-)








Das sind keine Kieselsteine, sondern Austernschalen

Foto 9




Auf Foto 9 ist der gleiche Ausschnitt zu sehen, aber bei Ebbe mit den Austernbänken

Es ist üblich, dass die Schalen der verzehrten Austern wieder an den Strand geworfen werden. Es ist gut zu erkennen, dass das Geschäft mit Austern hier floriert.







 

Dienstag, 22. September 2026

21.+22.9.26 - Granville mit Campingplatz St. Martin de Brehal und Le Mont Saint Michel

Am Montag beziehen wir einen Campingplatz vor den Toren von Granville. Irgendwie fühlen wir uns auf dem Campingplatz sofort „gut aufgehoben“ und es ist wie ein kleiner Urlaub auf der Reise.

Granvilleist ganz nett, hat aber nicht so viel zu bieten. Die Möglichkeiten auf dem Campingplatz nutzen wir sehr intensiv. Wir gehen 2 x im Meer baden, sammeln Muscheln am Strand, spielen Boule und genießen das Leben.



Dann die Fahrt nach Mont Saint Michel, schon von weitem ist die Bergburg zu sehen. Einfach toll.

Zuletzt waren wir 2022 hier und es war phänomenal. Auch heute werden die hohen Erwartungen nicht enttäuscht. Das Wetter (25 Grad, wolkenfrei) spielt auch mit. Lange sitzen wir nur auf einem bequemen Sessel und genießen den Blick auf die Burg. Dann umrunden wir den Berg und laufen durchs Watt. Natürlich steigen wir auch hinauf zur Kirche / Kloster. Es ist voll touristisch … aber nicht schlimm.
















Nun sind wir ganz dicht an unserem Reiseziel Bretagne, aber Mont Saint Michel gehört noch zur Normandie.

Wir sind recht stolz darauf so langsam zu reisen (wie wir uns es vorgenommen hatten). 

Sonntag, 20. September 2026

19.+20.9.26 - Bayeux, Saint Lô und Coutances - dann im Meer baden

Bayeux ist für seinen riesigen Wandteppich bekannt, der ist aber gerade nicht in der Stadt, sondern wurde für 1 Jahr nach London verliehen. Aber die Kathedrale von Bayeux ist auch ein echter Hingucker. 

Da wir an einem Samstag in Bayeux sind, können wir auch den bekannten Wochenmarkt besuchen. An einem Stand gab es Paella in gewaltige Pfannen, aber um 10.30 Uhr war es uns noch zu früh fürs Mittagessen. Als wir um kurz vor 12 dann eine Portion kaufen wollten, war schon alles weg und die Pfannen wurden schon gereinigt. Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Auch die anderen Stände mit frisch zubereiteten Speisen sind schon ausverkauft. So landen wir letztendlich in einer Pizzeria, die aber sehr, sehr lecker war. Wir haben diesen kleinen Ort schnell erkundet, haben aber trotzdem 13.000 Schritte auf der Uhr.

Zur Belohnung haben wir uns dann noch einen Cocktail gegönnt.









Der Zwischenstopp in Saint Lô ist leider verregnet. Andauernder und ekliger Sprühregen. Wir besteigen trotzdem die Burg und schauen uns auch die Kathedrale an. Die Kathedrale hat einen sehr „offenen“ Altarraum, so wirk sie sehr geräumig und groß. 




Die Cathédral Notre Dame von Coutances soll die schönste gotische Kirche der Normandie, vielleicht sogar Frankreichs sein. Gelungene Proportionen und eine klare Linienführung dominieren den Bau.
Auch im Innern bestechen klare, wiederkehrende Linien. 








Auf dem Weg zu unserem Campingplatz direkt am Meer, legen wir noch einen Tank-Stop ein. In Frankreich sind die Dieselpreise ähnlich hoch wie in Deutschland derzeit. Nur bei Total-Energies gibt es Diesel für € 2,25, also erheblich günstiger als üblich. Der Konzern soll sich freiwillig auf diesen Preis verpflichtet haben. Allerdings sind inzwischen viele Tankstellen von Total geschlossen und bieten keinen Treibstoff mehr an … ausverkauft ???
Auf unserem Weg waren 4 Tankstellen mit dem Preis € 2,25 in der App zu sehen. 3 waren geschlossen, an der vierten haben wir dann volltanken können. Glück gehabt.!!!

Am Campingplatz springen wir als Erstes in Meer und baden eine Runde. Dafür gibt es heute eine doppelte Belohnung: Tart aux Cirtron UND Natas.