Freitag, 23. Oktober 2026

22.+23.10.26 - Nantes und Abschied von der Bretagne

Nun ist es soweit … nach 7 Wochen nehmen wir Abschied von der Bretagne. Rechtlich und politisch haben wir die Bretagne schon vor 2 Tagen verlassen, da der Verwaltungsbezirk schon vor unserem Ausflug zu den Salz-Lagunen endete. Die Bürger fühlen sich aber bis hin nach Nantes als Bretonen und pflegen die Bräuche der Bretagne.
Wir steuern - wie immer wenn es Regen geben soll - eine größere Stadt an, da man dort die regnerische Zeit besser verbringen kann. In Nantes ist der Stellplatz voll und wir suchen uns einen Parkplatz am Straßenrand, dann fahren wir mit dem Bus und der Bahn in die City von Nantes.
Wir spazieren solange es nicht regnet durch die Stadt und folgen dem „grünen Band“, eine Markierung, die sich durch die ganze Stadt zieht und alle Sehenswürdigkeiten abarbeitet. Immer wieder sehen wir eingeschlagene Fensterscheiben bei Geschäften und viele Geschäfte die mit Holzplatten vor den Schaufenstern die Schäden reparieren oder vor weiteren Schäden schützen wollen.
In Frankreich arten die Schüler- und Studentenproteste immer weiter aus. Gewalttätige Proteste haben in Frankreich ja schon eine sehr lange Tradition … auch wenn dadurch selten Probleme gelöst werden und nur die Gewalttäter ihren Spaß haben.

Wir sind viel gelaufen und haben die Stadt erkundet, aber immer noch kein Regen, also machen wir uns auf den Heimweg zu Henry. Wir fahren zu einem Weingut außerhalb von Nantes und auf der Fahrt beginnt es endlich zu regnen.
Beim Weingut bekommen wir eine tolle Weinprobe mit 11 verschiedenen Köstlichkeiten. 3 davon landen später bei Henry. 

In der Nacht und am Vormittag zieht ein heftiges Tief über uns hinweg. Wir werden ganz schön durch geschaukelt. Aber wir stehen hier sicher. Am Nachmittag fahren wir dann wieder Richtung Osten. Nun wollen wir das Loire-Tal erkunden. Es warten viele und - den Erzählungen nach - wunderschöne Schlösser auf uns.

Mit Brettern vernagelt - aus Schutz oder zur Reparatur?












Ehemals elegantes Wohnviertel mit eigenem Park. Sklavenhandel war ein einträgliches Geschäft







Mittwoch, 21. Oktober 2026

20.+21.10.26 - Rochefort-en-Terre, Pornichet mit Strand La Baule, Guérande und Saint-Nazaire

Wir beginnen den gestrigen Tag mit einem Tankstop, wie immer bei Total-Energie für € 2,25 der Liter Diesel. Die Schlange ist lang und wir sind das letzte Fahrzeug, das auf die Tankstelle gelassen wird, dann macht der Tankwart zu. An sich ist es ja egal wie teuer der Diesel ist … wir tanken immer für € 100,-

Die erste Attraktion ist das Örtchen Rochefort-En-Terre, mit Burg und Marktplatz, wie ein kleines Freilichtmuseum. Einige Touristen sind unterwegs, die der lokalen Wirtschaft etwas Umsatz verschaffen, sonst ist es der Glanz vergangener Zeit.

Wir übernachten in Pornichet, von dort aus können wir mit den Rädern den langen Strand von La Baule abfahren und das schöne Wetter genießen. Es wird zwar schon herbstlicher, aber heute ist viel Sonne dabei. Abends sitzen wir mal wieder mit Inge und Walter zusammen und genießen Wein, Ouzo, Salziges und Süßes. Es ist ein Abschied, da sie jetzt Richtung Südfrankreich / Nordspanien durch starten wollen.

Wie fahren dann doch noch mit den beiden nach Guérande durch die Salzlagunen. Wir wollten erst die Räder nehmen, aber der Wind ist heute so heftig, dass wir darauf verzichten. In Guérande suchen wir ein Restaurant, um Muscheln zu essen - noch einmal bevor wir die Bretagne verlassen - wählen dann aber doch etwas anderes, weil es auf den Tellern der Tisch-Nachbarn so lecker aussah. Haxe für die Jungs und Pulpo auf Risotto für die Mädels.

Dann trennen sich tatsächlich unsere Wege. Wir fahren nach Saint-Nazaire an der Mündung der Loire. Direkt gegenüber von unserem Stellplatz liegt ein großer U-Boot-Bunker aus dem 2. Weltkrieg und davor ein versunkenes Segelboot, alles sehr dekorativ.

Wir schlendern durch den Ort und erkunden auch den Bunker von innen und oben. So kommen wir heute wieder auf 10.000 Schritte. In diesem Urlaub haben wir einen Durchschnitt von 9.500 Schritten pro Tag und haben zusätzlich noch in der Zeit 640 km Fahrrad gefahren.

Rochefort-en-Terre








Strand La Baule







Saint-Nazaire, Bunker mit versunkenem Segler





Kouign Amann, eine bretonische Leckerei





Montag, 19. Oktober 2026

18.+19.10.26 - Quiberon mit Radtour, Carnac mit Menhiren /Dolmen und Vannes mit Stadtrundgang

Über die Halbinsel von Quiberon - mit der gleichnamigen Stadt am südlichen Ende - machen wir eine ganz tolle Fahrradtour. Wir haben die letzten Wochen schon sehr viel Küste gesehen, aber es ist immer wieder anders und immer wieder schön.








Der Sonnenuntergang war auch schön, aber der Blick zurück war beeindruckend.

Immer wieder gibt es Menhire am Wegesrand



Heute fahren wir dann weiter nach Vannes. Auf dem Weg liegt das große Gebiet mit Menhiren und Dolmen bei Carnac. 8 km lang ist eine Runde um das Gebiet. Hier wurden auch wieder die bretonischen Heideland Schafe angesiedelt. Ist bestimmt was besonderes, aber ich habe keineUnterschiede zu anderen Schafen sehen können.








Dolmen haben eine Abdeckung, Menhire sind nur aufgestellte Steine.



Vannes zeichnet sich durch sehr viele Fachwerkhäuser aus











für das leibliche Wohl gab es Burger bei BChef, eine regionale Kette

Diverse Stadttore

Rathaus

Burg von Vannes

Halbinsel Quiberon ist blau eingekreist, Carnac durch ein Kreuz gekennzeichnet