Freitag, 11. September 2026

11.9.26 - weiterhin in Arras - Radtour entlang der Schauplätze des 1. Weltkrieges

Das Wetter sollte heute eigentlich trocken bleiben, aber wir werden heute immer mal wieder von einem Regenschauer überrascht. Egal.

Auf Komoot haben wir eine Runde entlang der Schauplätze des 1. Weltkrieges gefunden. Wir machen uns auf den Weg und lernen die doch recht hügelige Landschaft um Arras kennen. 

An einem vor über hundert Jahren bombardierten Kirchturm, der immer noch als Mahnmal steht, lassen wir die Drohne Maja steigen. Ohne es zu wollen,  fliegt sie gegen den Kirchturm und stürzt ab. Wir bergen die Überreste und versuchen die Reparatur … vergeblich !!! Maja wird in die ewigen Jagdgründe einziehen.

…………………………………………………………… eine kurze Gedenkzeile für Maja.

Am Kirchturm ist kein weiterer Schaden zu sehen, er sah ja auch vorher schon recht kaputt aus.

Im weiteren Verlauf der Tour kommen wir an diversen Soldatenfriedhöfen vorbei. Einige sehr schön gemacht. Ein Bauwerk in Form einer Ellipse soll den in dieser Region gefallenen Soldaten erinnern. 580000 Namen sind auf Tafeln niedergeschrieben, unabhängig ihrer Herkunft oder Nationalität, nur nach dem Alphabet sortiert. 

Auf einem Gelände, welches der gefallenen Kanadischer Soldaten gedenken soll, sind auch die damaligen Schützengräben nachgebildet, so wie sie tatsächlich angelegt waren. Der Abstand zwischen den feindlichen Schützengräben ist erschreckend eng. Nur ca. 15 Meter trennen die Feinde.





















 

Donnerstag, 10. September 2026

10.9.26 - Arras mit Ausstellung zum 1. Weltkrieg

Wir fahren nur ein kleines Stück, 70 km, Richtung Süden bis nach Arras. Eine Stadt, die im 1. Weltkrieg direkt auf der Frontlinie lag und durch den „Tunnel-Krieg“ Berühmtheit erlangte.

Nach einem Rundgang durch die Stadt mit den tollen und teilweise auch sehr gepflegten Giebelhäusern, haben wir uns der Geschichte gewidmet. 

Die Frontlinie im 1. Weltkrieg war über 2 Jahre festgefahren und keine Seite konnte irgendwelche Geländegewinne machen. Schon im Mittelalter hatte man in der Gegend von Arras „Bergbau“ betrieben und Sandstein aus der Tiefe geholt. Somit gab es unter der Stadt schon ein kleines Tunnelsystem, an das man sich 1916 erinnerte. Neuseeländische Bergarbeiter wurden als Tunnelbauer angeworben und das System unter Erde wurde so erweitert, dass die französische Armee (sowie die des Vereinigten Königreichs, zu denen auch Neuseeland gehörte) durch die Tunnel hinter die feindlichen Linien (Deutsche Armee) kommen konnte. Über 6 Monate wurde daran gearbeitet. Am finalen Tag waren 25.000 Soldaten in den Tunneln und strömten dann durch diverse Ausgänge an die Oberfläche aufs Schlachtfeld. Es war anfänglich ein überragender Erfolg, 

Ein Zögern der Alliierten, um den Soldaten eine Verschnaufpause zu geben, reichte der deutschen Seite, um Verstärkung und Material nachzuziehen. Somit war alles wieder beim Alten, eine Patt Situation.

Auf beiden Seiten sind unzählige Menschen ums Leben gekommen und es macht sehr traurig, aber die Ausstellung in den original Tunneln ist sehr gut gemacht und einen Besuch wert.

Noch ein Hinweis: unser WoMo muss eine Verbesserung erfahren haben, von der ich gar nichts musste. Irgendwie muss der Diesel-Tank vergrößert worden sein. Früher habe ich immer um € 100 getankt. Jetzt passt sogar Diesel für € 200 rein. Upps, finde den Fehler !!!






















Mittwoch, 9. September 2026

8.+9.9.26 - Lille bei Regen mit dem Bus und Lille bei Sonnenschein mit dem Fahrrad

Katholische Kirche Saint-Maurice


Alte Börse

Zentraler Platz mit Börse, Rathaus und Oper



Das Wetterradar zeigt für den gestrigen Tag wirklich dicke und fette Wolken mit heftigen Regengüssen, aber so schlimm war es dann gar nicht. Wir sind mit dem Bus von unserem Stellplatz auf einer Schneckenfarm in die Stadt Lille. Der Fußweg zur Bushaltestelle dauerte ca. 15 Minuten, die Busfahrt mit der Linie L90 dann noch mal 45 Minuten. Lille ist eine interessante Staadt mit tollen Gebäuden, der Wolken bedeckte Himmel war aber nicht besonders fotogen. Gelegentlich mussten wir einem Nieselregen ausweichen, aber es war ganz ok. 

Die Rückfahrt mit dem Bus im Feierabendverkehr dauerte etwas länger, aber war auch ok. Aber … der Fußweg zum Stellplatz war dann … nass, sehr nass.

Auf dem Weg zwischen den Feldern gab es keinen Schutz und die Wolken schütteten was sie konnten, der Wind machte es zu waagerechtem Starkregen.

Jetzt kommen erstmal die weiteren Bilder … und das auch noch in der umgedrehten Reihenfolge ;-(




Pub in Belgien

Comines, teils in Belgien und in Frankreich


Sehr moderne Kirche



Auf der Fahrt von Lille nach Comines


Auf dem relativ kurzen Rückweg wurden wir so nass, dass in den Schuhen das Wasser stand, obwohl sie Wasserdicht sind. Das Wasser ist von der Regenjacke durch die Hose in die Schuhe gelaufen. So nass waren wir seit Jahren nicht mehr.

Heute war dann Sonne angesagt … und wir bekamen Sonne. Mit den Rädern fuhren wir am Fluss entlang noch mal nach Lille und machten Bilder mit Sonne. Es gibt auch eine schöne Citadelle in Lille, aber die hat einen schönen „Sichtschutz“ aus Bäumen und auf die Drohne habe ich verzichtet, da sich das französische Militär in der Citadelle niedergelassen hat und ich einen „Zwischenfall mit einer Drohne“ vermeiden wollte.

Auf dem schönen Weg am Fluss fuhren wir dann wieder Richtung Norden, bis nach Belgien, um dort ein Bier zu trinken. Die Auswahl in den gut besuchten Pubs ist echt gut und vielseitig. 

Heute kamen wir dann trocken, aber leicht angeschwitzt zurück zum WoMo ;-)


Montag, 7. September 2026

7.9.26 - Zeeland 2. Tag - Veerse Meer mit Veere

Wir bleiben einen weiteren Tag auf unserem Platz Camping De Zandput und steigen erneut auf die Räder. Das Wetter ist himmlisch, sonnig bei 22 Grad, aber der Gegenwind sehr heftig. Wir entscheiden uns für die Tour um das Veerse Meer und haben fast durchgängig Wasser vor Augen. 

Heute sind nicht ganz so viele Radler unterwegs, gestern (Sonntag) war es echt schon zu viel. Die Fahrt ist ein Genuß. Kurz vor dem Ende kommen wir in das Städtchen Veere, der Reiseführer hatte es schon als Leckerbissen beschrieben … und wir sind auch begeistert.

Nach der anstrengenden Fahrt müssen wir uns erst einmal stärken und entscheiden uns wieder wie gestern für das landestypische Essen: Kibbeling! Hat toll geschmeckt und passt in diese Region.

Veere ist wirklich sehenswert und wir verweilen im Ortskern mit einem Eis in der Hand, Softeis mit Krokant, lecker.

Wer noch nicht in Veere war, sollte mal hinfahren, sehr schöne, alte und gepflegte Bausubstanz mit Charme. Aber die große, unvollendete Kirche im Ort schauen wir uns nur nicht an, da sie inzwischen für Ausstellungen genutzt wird. Von außen nur ein schmuckloser Klotz.

Wieder am Campingplatz, halten wir die Füße ins Nordseewasser und sitzen eine Zeit lang in der Sonne. 

Der Wetterbericht sagt für morgen ausdauernden Regen voraus. Das Regengebiet ist so groß, dass es auch keinen Sinn macht es zu „umfahren“. Also werden wir es aussitzen.

Blick auf Veere von der anderen Wasserseite


Rathaus von Veere





Die Mühle von Veere