Donnerstag, 12. Februar 2026

10.02.2026 - allein unterwegs - Blauer Tempel und vieles mehr.

Heute schlafen wir mal aus und frühstücken gemütlich. Wir wollen Chiang Rai auf eigene Faust erkunden und lassen uns zu Beginn mit dem Taxi zum Blauen Tempel fahren, der etwas außerhalb liegt. Der Erbauer der Blauen Kapelle ist ein Schüler vom Meister, der die Weiße Kapelle von Gestern erschaffen hat. Wir sind auch hier begeistert, aber die Weiße war noch etwas filigraner und überwältigender.

Dann nehmen wir ein Tuk Tuk, um zum Gründungsstein der Stadt Chiang Rai samt Tempel zu kommen. Die Stätte wird sehr verehrt und wir haben viele Thais gesehen, die hier ihre Gaben abgelegt haben. Viele haben auch einen goldenen Schal um die Stehle gebunden und damit ihre Verehrung ausgedrückt.

Unser Weg zu Fuß führte uns dann kreuz und quer durch Chiang Rai zu weiteren Tempeln und größeren oder kleineren Märkten. Ein paar Stunden verbringen wir auch am Hotel-Pool und lassen die Seele baumeln. Wie am Vortag essen wir abends wieder beim Nightmarket und kaufen auch wieder ein T-Shirt für mich. Wir kommen auch an der Towerclock vorbei und können das Licht-Spektakel bewundern, das abends zu jeder vollen Stunde läuft. 














Thailändisch-Japanische Freundschaft - eine Automarke dominiert

Schon immer hatte Thailand gute Handelsbeziehungen zu seinen Nachbarn, ebenso gab es immer gute, freundschaftliche Beziehungen vom thailändischen König zum japanischen Kaiser.

Mit dem 2. Weltkrieg gab es aber Probleme. Die Nachbarländer waren durch Frankreich und England beherscht und Japan wollte als Kriegspartei die Regionen erobern. Japanischer Kaiser und thailändischer König verhandelten ein Stillhalteabkommen und so duldete Thailand japanische Truppen im Land, behielt dafür aber die Unabhängigkeit.

Die Wege für den Handel zwischen den Ländern wurden von den Japanern von Ochsenkarren-Wegen zu richtigen Straßen für das militärische Gerät ausgebaut. Die Angriffe der Japaner auf Myanmar und Indien wurden vom thailändischen Boden gestartet. Mit der Zeit wurden die Beziehungen der Thailänder mit den japanischen Soldaten „enger“ und familiäre Verflechtungen entstanden. Mit Kriegsende (Bombe auf Hiroshima) setzte ein Rückzug ein, aber die enge Beziehung von Japan und Thailand blieb. 

Noch heute ist diese Freundschaft sichtbar und gelebt. In den nördlichen Gebieten Thailands dominieren japanische Automarken. Pick-up Fahrzeuge sind sehr in Mode und Toyota hat eine Quote von 65%, gefolgt von Isuzu mit ca. 30%. Die letzten 5% können sich Autohersteller wie FORD, Mitsubishi, Chevrolet oder andere teilen. Auch in den Städten dominiert Toyota mit großem Vorsprung.

Heute durften wir selber mal auf einem Pick-up mitfahren. Die steile Strecke gestern zum Sonnenuntergangspunkt und heute zum Sonnenaufgangspunkt saßen wir auf der Ladefläche und haben uns durch schütteln lassen.



Dienstag, 10. Februar 2026

9.02.2026 - Tee-Plantage - das goldene „4-Länder“ Dreieck - Wat Rong Khun

Wir müssen schon wieder das Hotel früh verlassen, da wir wieder viel auf der Liste haben. Aber der Tag wird toll, schon beim Frühstück zeigt sich ein besonderer Sonnenaufgang. Der Himmel ist mal bewölkt und wir hören, dass es sogar in Bangkok und ChiangMai regnet. Bei uns bleibt es aber trocken.

Der erste Weg führt uns zu einer Tee-Plantage. Als in China die Kulturrevolution lief und Mao mit den Kommunisten siegt, mussten die Unterlegenen fliehen und sich ein neues zu Hause suchen. Einige flohen bis Thailand und gründeten mit Erlaubnis des hiesigen Königs ein neues Dorf an der Grenze zu Myanmar. Noch heute zeigt die Gegend starke chinesische Elemente. Ihre Fähigkeiten, z.B. der Teeanbau, begründete dann die neue Erwerbsbasis. 

Die Fahrt zum nächsten Ziel ist wieder lang, aber kleine Abstecher in die Dörfer verkürzen die Zeit. Das Goldene Dreieck liegt auf Bild 8 direkt vor uns. Hier grenzen die Länder Myanmar (Burma), Laos und Thailand direkt aneinander. In den letzten Jahren ist noch eine Besonderheit dazu gekommen. Eine größere Insel im Mekong in diesem Dreieck wurde von China für 99 Jahre gepachtet und mit einer Casino-Stadt bebaut (nach dem Vorbild von Macao). Sogar ein eigener Flughafen gehört dazu. Es wirkt total surreal in dieser ländlich geprägten Gegend Hochhäuser dicht an dicht zu sehen. Jetzt ist es wohl ein „4-Länder-Dreieck“. 

Es gibt hier auch ein Opium-Museum, in dem wir die Phasen von der Aussaat bis zu Opium-Ernte gezeigt bekommen. Offiziell ist die Opiumproduktion hier abgeschafft, aber es ist ein sehr lukratives Geschäft. So wird erzählt, dass es eine weitere, kleinere Insel im Mekong gibt, für die kein Land richtig zuständig ist. Dort soll der Handel mit Opium noch gut funktionieren.

Dann kommt das Highlight des Tages oder der Woche. Die Weiße Kapelle, Wat Rong Khun, ist ein Kunstwerk der besonderen Art. Ein Buddhistischer Tempel und Buddha wird verehrt … aber es wirkt auch ein wenig wie Disneyland, zumindest ist die Stimmung dementsprechend. An der Menge der Bilder könnt ihr aber erkennen, dass auch ich begeistert bin. Skulpturen ganz in Weiss mit Spiegeleinsätzen lassen alles erstrahlen. Innen darf man nicht fotografieren, aber es ist „besonders“. Die Wandzeichnungen / -Bemalungen zeigen die Gefahren und Gelüste des Alltags, die Dämonen der Gegenwart. Alles wird gezeigt: Elvis, Michael Jackson, Pokémon, Starwars, Terminator, 11.September, Kampf ums Erdöl, die Minions und vieles, vieles Mehr. Das Gebäude auf Bild 12, das goldene Haus ist kein Tempel, sondern nur das WC … auch im Innern ist alles in Gold gehalten … total verrückt. Erwähnenswert ist auch noch Bild 19. Der Eingang zum Tempel führt über eine Rampe über die „Unterwelt“ Totenschädel und sich nach oben streckend Hände warnen, nicht vom rechten Weg abzukommen.

Am Hotel müssen wir uns dann von Guide Palm und Fahrer Nr. 1 verabschieden. Unsere gemeinsame Zeit ist zu Ende. Morgen haben wir in ChiangRai einen Tag für uns und dann wartet ein neues Gespann aus Guide und Fahrer auf uns um den mittleren Teil Thailands zu entdecken.

Den Abend verbringen wir auf dem Nightmarket von ChiangRai mit einem leckeren Essen und einem kühlen Bier. Auch landen einige Souvenirs in unserer Tasche.








Bild 8




Bild 12







Bild 19











Montag, 9. Februar 2026

8.02.2026 - Gemüsemarkt - Bambus-Flossfahrt bei Elefanten - Reismühle - Pagode dicht an der Grenze zu Myanmar

Heute verlassen wir unser Hotel schon recht früh, da wir eine lange und kurvige Strecke von uns haben. Zudem warten wieder viele Sehenswürdigkeiten auf uns. Wir starten mit einem Besuch auf einem Fruchtmarkt, auf dem die lokalen Produkte verkauft werden. Bild 5 zeigt die Tamarinde-Frucht, die echt lecker als Bonbon oder auch als Soße schmeckt. Die Frucht mit Wasser eingenommen, wirkt schnell abführend.

Dann steht für uns eine Bambus-Flossfahrt an. An der Stelle werden auch Ausflüge auf Elefanten angeboten. So konnten wir die indischen / asiatischen Elefanten auch noch bewundern. Bild 15 gibt eine ganz neue Bedeutung von „Toilette mit fließend Wasser“ ab.

Auf dem Weg nach Thaton besichtigen wir auch eine Reismühle und leuchtend grüne Reisfelder. Eine Pagode darf natürlich auch nicht fehlen.

Im Hotel springen wir erstmal in den Pool, um uns abzukühlen. Dann essen wir dieses Mal im Hotel mit Blick auf den Mekong, den größten Fluss Asiens.