Sonntag, 25. Oktober 2026

24.+25.10.26 - Saumur, Chinon, Ussé und Villandry - Schlösser und Wein

Nun sind wir schon über 7 Wochen unterwegs und haben gerade mal 3.000 km gefahren - das ist Negativ-Rekord, aber genau so wollten wir es ja - langsam reisen! Der Dieselverbrauch ist in Frankreich etwas höher als normal, die vielen Kreisel und Speed-Bumps zwingen uns immer wieder abzubremsen und dann wieder zu beschleunigen. Nur sehr selten schaffe ich es, den Durchschnittsverbrauch unter 10 L/100km zu drücken - eigentlich nur bei ausreichend Rückenwind. Es gibt eben viel, viel zu viele dieser „blöden“ Speed-Bumps oder Kreisel.

Wir folgen jetzt der Loire Richtung Osten und auf der Strecke liegen sehr viele Schlösser. Einige sind sehr berühmt und müssen unbedingt angeschaut werden, andere sind eher unbedeutend, aber auch schön. Hinter Nantes gab es einen abrupten Wechsel in der Landwirtschaft, jetzt dominiert der Wein die Felder. Die Trauben sind schon gelesen, aber die Blätter noch dran. Ein schöner Anblick.

Gestern haben wir Saumur erkundet und das Schloss von außen aus allen Richtungen angeschaut.




Unser Weg führte dann weiter nach Chinon, aber der Nachmittag was so verregnet, dass wir die Stadt und die Burg erst heute Morgen angeschaut haben. Bei der Nahe gelegenen Boulongerie konnten wir nicht nur leckeres, frisches Brot kaufen, sondern auch beim Backen zuschauen.









Nächste Station war dann das „Märchen-Schloss“ in Ussé. Viele kleine und große Türmchen lassen das ganze Ensemble verspielt aussehen. Mit Blick auf dieses Anwesen haben wir uns auch einen leckeren Lunch gegönnt.



Letzte heutige Station dann der Garten vom Schloss Villandry. 10 Vollzeit-Gärtner werden hier beschäftigt und obwohl die Jahreszeit sicherlich nicht ideal für eine Gartenbesichtigung ist, war es sehr schön.













Freitag, 23. Oktober 2026

22.+23.10.26 - Nantes und Abschied von der Bretagne

Nun ist es soweit … nach 7 Wochen nehmen wir Abschied von der Bretagne. Rechtlich und politisch haben wir die Bretagne schon vor 2 Tagen verlassen, da der Verwaltungsbezirk schon vor unserem Ausflug zu den Salz-Lagunen endete. Die Bürger fühlen sich aber bis hin nach Nantes als Bretonen und pflegen die Bräuche der Bretagne.
Wir steuern - wie immer wenn es Regen geben soll - eine größere Stadt an, da man dort die regnerische Zeit besser verbringen kann. In Nantes ist der Stellplatz voll und wir suchen uns einen Parkplatz am Straßenrand, dann fahren wir mit dem Bus und der Bahn in die City von Nantes.
Wir spazieren solange es nicht regnet durch die Stadt und folgen dem „grünen Band“, eine Markierung, die sich durch die ganze Stadt zieht und alle Sehenswürdigkeiten abarbeitet. Immer wieder sehen wir eingeschlagene Fensterscheiben bei Geschäften und viele Geschäfte die mit Holzplatten vor den Schaufenstern die Schäden reparieren oder vor weiteren Schäden schützen wollen.
In Frankreich arten die Schüler- und Studentenproteste immer weiter aus. Gewalttätige Proteste haben in Frankreich ja schon eine sehr lange Tradition … auch wenn dadurch selten Probleme gelöst werden und nur die Gewalttäter ihren Spaß haben.

Wir sind viel gelaufen und haben die Stadt erkundet, aber immer noch kein Regen, also machen wir uns auf den Heimweg zu Henry. Wir fahren zu einem Weingut außerhalb von Nantes und auf der Fahrt beginnt es endlich zu regnen.
Beim Weingut bekommen wir eine tolle Weinprobe mit 11 verschiedenen Köstlichkeiten. 3 davon landen später bei Henry. 

In der Nacht und am Vormittag zieht ein heftiges Tief über uns hinweg. Wir werden ganz schön durch geschaukelt. Aber wir stehen hier sicher. Am Nachmittag fahren wir dann wieder Richtung Osten. Nun wollen wir das Loire-Tal erkunden. Es warten viele und - den Erzählungen nach - wunderschöne Schlösser auf uns.

Mit Brettern vernagelt - aus Schutz oder zur Reparatur?












Ehemals elegantes Wohnviertel mit eigenem Park. Sklavenhandel war ein einträgliches Geschäft







Mittwoch, 21. Oktober 2026

20.+21.10.26 - Rochefort-en-Terre, Pornichet mit Strand La Baule, Guérande und Saint-Nazaire

Wir beginnen den gestrigen Tag mit einem Tankstop, wie immer bei Total-Energie für € 2,25 der Liter Diesel. Die Schlange ist lang und wir sind das letzte Fahrzeug, das auf die Tankstelle gelassen wird, dann macht der Tankwart zu. An sich ist es ja egal wie teuer der Diesel ist … wir tanken immer für € 100,-

Die erste Attraktion ist das Örtchen Rochefort-En-Terre, mit Burg und Marktplatz, wie ein kleines Freilichtmuseum. Einige Touristen sind unterwegs, die der lokalen Wirtschaft etwas Umsatz verschaffen, sonst ist es der Glanz vergangener Zeit.

Wir übernachten in Pornichet, von dort aus können wir mit den Rädern den langen Strand von La Baule abfahren und das schöne Wetter genießen. Es wird zwar schon herbstlicher, aber heute ist viel Sonne dabei. Abends sitzen wir mal wieder mit Inge und Walter zusammen und genießen Wein, Ouzo, Salziges und Süßes. Es ist ein Abschied, da sie jetzt Richtung Südfrankreich / Nordspanien durch starten wollen.

Wie fahren dann doch noch mit den beiden nach Guérande durch die Salzlagunen. Wir wollten erst die Räder nehmen, aber der Wind ist heute so heftig, dass wir darauf verzichten. In Guérande suchen wir ein Restaurant, um Muscheln zu essen - noch einmal bevor wir die Bretagne verlassen - wählen dann aber doch etwas anderes, weil es auf den Tellern der Tisch-Nachbarn so lecker aussah. Haxe für die Jungs und Pulpo auf Risotto für die Mädels.

Dann trennen sich tatsächlich unsere Wege. Wir fahren nach Saint-Nazaire an der Mündung der Loire. Direkt gegenüber von unserem Stellplatz liegt ein großer U-Boot-Bunker aus dem 2. Weltkrieg und davor ein versunkenes Segelboot, alles sehr dekorativ.

Wir schlendern durch den Ort und erkunden auch den Bunker von innen und oben. So kommen wir heute wieder auf 10.000 Schritte. In diesem Urlaub haben wir einen Durchschnitt von 9.500 Schritten pro Tag und haben zusätzlich noch in der Zeit 640 km Fahrrad gefahren.

Rochefort-en-Terre








Strand La Baule







Saint-Nazaire, Bunker mit versunkenem Segler





Kouign Amann, eine bretonische Leckerei