Dienstag, 10. Februar 2026

9.02.2026 - Tee-Plantage - das goldene „4-Länder“ Dreieck - Wat Rong Khun

Wir müssen schon wieder das Hotel früh verlassen, da wir wieder viel auf der Liste haben. Aber der Tag wird toll, schon beim Frühstück zeigt sich ein besonderer Sonnenaufgang. Der Himmel ist mal bewölkt und wir hören, dass es sogar in Bangkok und ChiangMai regnet. Bei uns bleibt es aber trocken.

Der erste Weg führt uns zu einer Tee-Plantage. Als in China die Kulturrevolution lief und Mao mit den Kommunisten siegt, mussten die Unterlegenen fliehen und sich ein neues zu Hause suchen. Einige flohen bis Thailand und gründeten mit Erlaubnis des hiesigen Königs ein neues Dorf an der Grenze zu Myanmar. Noch heute zeigt die Gegend starke chinesische Elemente. Ihre Fähigkeiten, z.B. der Teeanbau, begründete dann die neue Erwerbsbasis. 

Die Fahrt zum nächsten Ziel ist wieder lang, aber kleine Abstecher in die Dörfer verkürzen die Zeit. Das Goldene Dreieck liegt auf Bild 8 direkt vor uns. Hier grenzen die Länder Myanmar (Burma), Laos und Thailand direkt aneinander. In den letzten Jahren ist noch eine Besonderheit dazu gekommen. Eine größere Insel im Mekong in diesem Dreieck wurde von China für 99 Jahre gepachtet und mit einer Casino-Stadt bebaut (nach dem Vorbild von Macao). Sogar ein eigener Flughafen gehört dazu. Es wirkt total surreal in dieser ländlich geprägten Gegend Hochhäuser dicht an dicht zu sehen. Jetzt ist es wohl ein „4-Länder-Dreieck“. 

Es gibt hier auch ein Opium-Museum, in dem wir die Phasen von der Aussaat bis zu Opium-Ernte gezeigt bekommen. Offiziell ist die Opiumproduktion hier abgeschafft, aber es ist ein sehr lukratives Geschäft. So wird erzählt, dass es eine weitere, kleinere Insel im Mekong gibt, für die kein Land richtig zuständig ist. Dort soll der Handel mit Opium noch gut funktionieren.

Dann kommt das Highlight des Tages oder der Woche. Die Weiße Kapelle, Wat Rong Khun, ist ein Kunstwerk der besonderen Art. Ein Buddhistischer Tempel und Buddha wird verehrt … aber es wirkt auch ein wenig wie Disneyland, zumindest ist die Stimmung dementsprechend. An der Menge der Bilder könnt ihr aber erkennen, dass auch ich begeistert bin. Skulpturen ganz in Weiss mit Spiegeleinsätzen lassen alles erstrahlen. Innen darf man nicht fotografieren, aber es ist „besonders“. Die Wandzeichnungen / -Bemalungen zeigen die Gefahren und Gelüste des Alltags, die Dämonen der Gegenwart. Alles wird gezeigt: Elvis, Michael Jackson, Pokémon, Starwars, Terminator, 11.September, Kampf ums Erdöl, die Minions und vieles, vieles Mehr. Das Gebäude auf Bild 12, das goldene Haus ist kein Tempel, sondern nur das WC … auch im Innern ist alles in Gold gehalten … total verrückt. Erwähnenswert ist auch noch Bild 19. Der Eingang zum Tempel führt über eine Rampe über die „Unterwelt“ Totenschädel und sich nach oben streckend Hände warnen, nicht vom rechten Weg abzukommen.

Am Hotel müssen wir uns dann von Guide Palm und Fahrer Nr. 1 verabschieden. Unsere gemeinsame Zeit ist zu Ende. Morgen haben wir in ChiangRai einen Tag für uns und dann wartet ein neues Gespann aus Guide und Fahrer auf uns um den mittleren Teil Thailands zu entdecken.

Den Abend verbringen wir auf dem Nightmarket von ChiangRai mit einem leckeren Essen und einem kühlen Bier. Auch landen einige Souvenirs in unserer Tasche.








Bild 8




Bild 12







Bild 19











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