24/7 ist bei uns zu Hause eine Bezeichnung für Öffnungszeiten, also immer geöffnet. Hier gilt diese Woche 24/7 für den Sonnenschein. Es ist immer hell und sonnig. Die Neigung der Sonne ist auch fast immer gleich (ein Winkel um die 30 Grad). Wir genießen es sehr, weil die Temperaturen so viel angenehmer sind … und so viel Licht wirkt sich auch auf die Fotos aus.
Wir starten den Tag mit einer Zodiac-Fahrt zu mehreren Gletscher-Zungen … früher war es nur ein Gletscher, aber auch hier wird es wärmer und die Gletscher ziehen sich zurück. Jetzt sind die diversen Zuflüsse zu den (früheren) großen Gletschern zu eigenen (kleineren) Gletschern geworden.
Die Zodiac-Fahrt hat wieder viel zu bieten: Seevögel, Bartrobben, Beluga-Wale (Foto 8), Eisberge, Gletscher und wieder einen Eisbären. Es ist der 6. Eisbär auf dieser Reise und das Besondere ist, dass er auf einer Eisscholle steht oder schläft. Da wir wieder 500 Meter Abstand halten müssen, sind die Bilder nicht so scharf, wie ich es gern hätte … aber das ist klagen auf hohem Niveau.
Am Nachmittag unternehmen wir eine Wanderung an der Texas-Bar, einer kleinen Schutzhütte, die man inzwischen sogar mieten kann. Die Wanderung wird mit einem Foto-Workshop verbunden und wir werden an viele Dinge beim Fotografieren „erinnert“ oder wir lernen neue Sichtweisen kennen. Die Teilnehmer sind aber großteils sehr gut im Thema und haben auch „professionelles“ Equipment dabei. Am Ende läuft uns noch eine Polarfuchs-Mutter mit ihrem Jungen über den Weg.
Damit einmal deutlich wird, wie schwer und stressig es hier ist, zeige ich auch die Fotos von den Walrossen, die wir aber erst um 22.15 Uhr passiert haben. Wir haben kaum Zeit das Essen zu genießen … immer gibt es etwas zu sehen oder zu fotografieren.
Heute (10.6.) fahren wir ins Packeis höher im Norden. Wir sind auf der Suche nach Eisbären, die an der Packeisgrenze Robben jagen. Da müssen wir dann nicht die 500 Meter Abstand halten, aber das Wohl der Tieres respektieren. Es ist natürlich eine Suche der Nadel im Heuhaufen.
Das Wetter ist leider auf ein „normales“ Niveau gefallen. Wir haben Null Grad, etwas Wind, leichten Regen und keine Sonne. Die Suche nach den Eisbären wir dadurch nicht leichter … aber alle sind bemüht.
Es ziehen Unmengen von Eisschollen an uns vorbei, es gleicht einer Eiswüste, aber immer noch keine Eisbären.
































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